Warum?

Was ist denn so schlimm an...


Fleisch?
Tiere sind nicht zum Essen da.



Fisch?
Fische sind Tiere.



Milch?
Milch ist die Muttermilch von Kühen. Damit diese Kühe Milch geben müssen sie natürlich wie jedes andere Lebewesen auch, müssen diese ein Baby kriegen. Dazu werden die Kühe einmal jährlich künstlich befruchtet; die Schwangerschaft dauert 9 Monate. Das Kalb was daraufhin zur Welt kommt wird, nachdem es die sogenannte Biestmilch bekommen hat, sofort von der Mutter getrennt, was für beide mit einer extremen psychischen Belastung verbunden ist. Der Mutter wird wortwörtlich direkt nach der Geburt das Kind entrissen! Kühe trauern um diesen Verlust. Sie suchen und brüllen nach ihrem Kind, noch Tage später. Ist es weiblich, kommt es in die Aufzucht und dient später ebenfalls als Milchmaschine, ist es männlich kommt es in die Mast und wird nach 12 - 18 Monaten geschlachtet.

Wird das Kalb getötet, solange es noch jung ist, wird sein vierter Magen auch für die Herstellung von Käse verwendet, denn er enthält Lab, ein Enzym, das verwendet wird für die Milchgerinnung, damit daraus Käse entsteht. Es gibt auch Käse, der mit pflanzlichen Enzymen hergestellt wird, jedoch ist es für die Hersteller durch die enge Zusammenarbeit der Milch-, Kalbfleisch- und Lederproduzenten billiger ist, das Kälberlab zu verwenden. Somit ist Käse in der Regel nicht einmal vegetarisch.

Zudem ist kaum eine Kuh mehr gesund: zum Einen ist es in Deutschland erlaubt, einem Kalb bis zum Alter von 6 Wochen ohne Betäubung die Hörner auszubrennen, bis vor kurzem auch zu verätzen und sie ebenfalls ohne Betäubung zu kastrieren. Kühe haben Hörner. Das kann man schonmal vergessen, wo man doch seit vielen vielen Jahren keine Kuh mehr mit Hörnern gesehen hat. Das Horn einer Kuh ist nicht vergleichbar mit einem Fingernagel, sondern mit Blut- und Nervenbahnen versehen, was bedeutet, dass es dabei durchaus Schmerzen empfindet. Von der Kastration, wobei dem kleinen Bullen bei lebendigem Leib die Hoden herausgerissen werden, damit das Fleisch hinterher bessesr schmeckt, nicht zu sprechen. Zum anderen sind die Kühe von heute richtige Hochleistungsmaschinen, die so gezüchtet wurden, dass sie durchschnittlich zwischen 7.000 und 10.000 kg Milch im Jahr geben. Früher gaben Kühe etwa 8 kg Milch pro Tag. Das ist in etwa die Menge, die ein Kälbchen braucht um heranwachsen zu können. Heutzutage hingegen gibt eine Milchkuh in Deutschland im Durchschnitt 19 Kilogramm Milch. Diese extreme Leistungssteigerung geht im Wesentlichen auf Kosten der Gesundheit der Tiere. Riesige, viel zu große Euter entzünden sich andauernd, auch weil sie nicht mehr von Hand gemolken werden, sondern nur noch maschinell. Und das viele Kalzium, was an der Milch immer wieder gelobt wird muss auch irgendwoher kommen. Da eine Kuh gar nicht soviel Kalzium aufnehmen kann, wie sie jetzt Milch geben muss, entzieht der Körper es den Knochen. Das Ergebnis der Dauerbelastung durch Schwangerschaft, Geburt, Kindsverlust und Melken, was sehr oft wegen Entzündungen schmerzhaft ist, sind völlig körperlich ausgebrannte, kranke Tiere.

Dies ist nur das Grundsätzliche Übel der Milchproduktion, was völlig unabhängig der Haltungsform ist. Ob konventionelle Massentierhaltung oder Bio-Hof, ob Spaltenböden oder Einstreu, ob Weidegang oder Anbindehaltung. Eine gesunde Kuh hätte durchschnittlich einen Lebenserwartung von 25-30 Jahren. In unserem derzeitigen System wird sie nur 5 Jahre alt, denn sobald die Milchleistung abnimmt rentiert sich die Haltung nicht mehr und es heißt ab ins Schlachthaus. In ihrem kurzen Leben bringt eine Kuh 3 oder 4 Kälber zur Welt.

Alternativprodukt?
Sojamilch, Reismilch, Dinkelmilch, Hafermilch, Sojasahne, Hafersahne, Sojajoghurt (Yofu), Sojadessert (Pudding), Schlagfix (Schlagsahne), veganer Käse (z.B. Wilmersburger Pizzaschmelz oder Hefeschmelz) und so weiter und so weiter. Alternativprodukte gibt es mittlerweile in Hülle und Fülle. Einfach einmal durchfuttern und alles probieren.



Eiern?
Ein normales Huhn würde in seinem Leben nur 6-12 Eier pro Jahr legen und bis zu 20 Jahre alt. Heute legt ein Huhn ein Ei pro Tag aufgrund genetischer Manipulation und gezielter Umweltveränderungen und hat nur noch ein Jahr zu leben. Allein die Kalkschale eines Eis zu produzieren erfordert mehr Kalzium, als das Huhn über die Nahrung aufnehmen kann, also entzieht der Körper es den Knochen. Die ausgebrüteten Küken aus riesigen Brutanlagen werden gleich nach dem Schlüpfen "gesext", d.h. dem Geschlecht nach sortiert. Die weiblichen Küken gehen in die Eierproduktion, die männlichen werden getötet: geschreddert oder vergast. Das ist die Hälfte aller geschlüpften Küken! Die männlichen Küken gehen nicht in die Mast, da es für die Fleischproduktion eine "besser geeignete", besonders breitbrüstig gezüchtete Rasse gibt, die schneller an Gewicht zunimmt. Da die Legehennen nach einem Jahr körperlich völlig ausgelaugt sind, legen sie weniger Eier. Das heißt, sie sind nicht mehr rentabel und werden geschlachtet und als Suppenhuhn verkauft. Ein Huhn kann sich durchschnittlich 30 Artgenossen merken, überschreitet die Gruppe diese Anzahl, kann sich keine Rangfolge bilden und es kommt zu Kämpfen, Federpicken und Kannibalismus. Zur Erinnerung: In der Biohaltung ist die Gruppengröße auf 3.000 Tiere beschränkt.

Dies ist nur das Grundsätzliche Übel der Eierproduktion, was völlig unabhängig der Haltungsform ist. Ob konventionelle Massentierhaltung oder Bio-Hof, ob Käfigdraht oder Einstreu, ob 20 oder 1 Huhn pro Quadratmeter. In Deutschland liegt die Käfighaltung bei 70 %; die Boden- und Freilandhaltung bei jeweils 15 %. Derzeit werden nahezu 100 % der Legehennen in konventioneller Boden- und Freilandhaltung in Deutschland schnabelkupiert.



Alternative?
Als Emulgator: Sojamehl
Zum Frühstück: Rührtofu
Zum Eiersalat: Kichererbsen und Nudeln ;)



Gelatine? 
In Europa verwendete Speisegelatine wird zu etwa 70 % aus Schweineschwarten hergestellt (ca. 5 kg Schweineschwarten ergeben 1 kg Gelatine). 18 % der Gelatine besteht aus Tierknochen, weitere 10 % aus Häuten. Für die Herstellung des restlichen Anteils (2 %) der Gelatine werden andere Rohstoffe verwendet.

Alternative?
Agar-Agar. Ein Geliermittel, das aus Algenzellwänden gewonnen wird.



Wolle?
















Alternative?
Baumwolle, Vlies, Baumwollflanell ...



Leder?
Leder ist bei weitem nicht nur ein Abfall- oder Nebenprodukt der Fleischindustrie, sondern im Gegenteil ein großer Teil, der zur Gewinnmaximierung, also zur Rentabilität der Rindermassentierhalter beiträgt. Leder macht 60% des "Nebenprodukts" der Fleischindustrie aus; Leder-, Milch- und Fleischindustrie arbeiten ganz eng zusammen. Indem man Leder kauft, unterstützt man direkt die das System Massentierhaltung und den Tod des Tieres, welches man am Körper trägt.

Zudem sind Lederprodukte nicht besser für die Umwelt als synthetische Materialien, wie man so gerne glauben möchte, da es sich doch um ein Naturprodukt handle. Ersteinmal ist Leder die Haut einer Kuh, Kühe leben in Deutschland zu 95,7% in Massentierhaltung. Massentierhaltung ist derzeit Klimakiller Nummer Eins. Mehr als die Hälfte aller Treibhausgase stammt von Nutztieren, die Massentierhaltung hat einen Anteil von 18%.
Darüber hinaus sind Ledermaterialien voll von Chemikalien, die die Haut vor dem Verwesen bewahrt. Formaldehyd, Auszüge von Steinkohlenteer und verschiedene Öle, Farben und Polituren – einige auf Zyanid-Basis – werden verwendet um die Tierhäute in fertige Lederprodukte zu verwandeln. Ein Großteil des Leders wird mit Chrom gegerbt. Den Umweltschutzbehörden zufolge sind alle Abfälle, die Chrom enthalten, gefährlich. Die Ausstöße aus Gerbereien enthalten außerdem große Mengen anderer Schadstoffe sowie Kalkschlamm, Sulfide und Säuren.

Alternativprodukt?
Es gibt mittlerweile schickes Lederimitat und die neuen synthetischen Materialien sind hochentwickelt und atmungsaktiv, haben also längst nicht mehr Gummistiefelcharakter. Und im Gegensatz zu Leder musste dafür kein Tier leiden und sterben.



Seide?
Seide wird von Seidenraupen gesponnen, welche die Larven des Seidenspinners oder Maulbeerspinners, eines Schmetterlings sind. Seidenraupen häuten sich 4 mal, und nach 30 - 35 Tagen nach ihrem Eischlupf beginnen sie, sich zu verpuppen, wobei sie einen bis zu 1000 m langen Seidenfaden um sich legen. Das dauert 8 Tage. Nach weiteren 8 Tagen würde aus diesem Kokon ein Schmetterling schlüpfen. Die Lebenserwartung wird mit zwischen insgesamt ca 38 Tagen bis 8 Wochen angegeben.
Der Schmetterling des Maulbeerspinners kann nicht wirklich fliegen; die Raupe hat die Kriechfähigkeit zur selbständigen Nahrungssuche weitgehend verloren, ebenso sind Geruchssinn und Greiffähigkeit stark geschwächt: das über Jahrtausende domestizierte Tier könnte in der Wildnis nicht überleben. Es ist besonders anfällig für Krankheiten und Schädlingsbefall. Mit komplexen Zuchtverfahren, optimierter Pflege und Einsatz von Hormonen und Wachstumsregulatoren soll die Ausbeute aber noch weiter gesteigert werden. Maulbeerspinner werden nur dazu gezüchtet, Seide zu produzieren, sodass ihre Organe kaum ausgebildet sind und sie nach der Fortpflanzung nicht lebensfähig sind. Das männliche Insekt verstirbt sofort nach der Befruchtung, das weibliche gleich nach dem es die Eier gelegt hat.
Die meisten Tiere kommen aber gar nicht erst zu dem Vergnügen, denn nachdem sich die Raupen verpuppt haben werden sie lebendig in ihren Kokons in kochendem Wasser getötet, damit der Kokon, der wertvolle Seidenfaden nicht beim Schlupf zerstört wird. Um 250 g Seidenfaden zu erhalten, werden um die 3000 Kokons benötigt; also 3000 Seidenraupen getötet.

Und für Lesefaule:

Ich bin bisher nicht auf Umwelt- und soziale Faktoren eingegangen, die werden hier auch bestens beschrieben. Just watch. 


Kommentare:

Anonym hat gesagt…

"Tiere sind nicht zum Essen da."
Katzen fressen Mäuse, Hunde Fressen Katzen, Löwen fressen Antilopen,... und und und da könnte ich noch einiges auszählen. Fakt ist: in der Natur überlebt der Stärkere und selbiger kann tun was er will. Das einzige was uns von den Tieren unterscheidet, ist die Intelligenz und dierekt im Zusammenhang damit - der Technische Forschritt, der uns den Tieren überordnet.
Klar ist es Unsinn ausschließlich Fleisch und Milchprodukte zu sich zu nehmen (selbst ich Trinke nur Soja Milch, weil sie einfach gesünder ist und esse nur 1-2 mal pro Woche Fleisch), aber man sollte die Einstellung anderer Menschen akzeptieren können, niemand hat ein Problem mit Vegitariern, solange sie nicht ständig rumnerven um andere zu überreden!

Anonym hat gesagt…

Das hat nichts mit überreden zu tun, sondern mit informieren. Es gibt immer Randgruppen, die versuchen die Menschen zu informieren; die Augen zu öffnen für das, was geschieht, weil Leute ihren (dicken) Bauch vollschlagen müssen.
Das Tierprodukte krank machen und das Tumorwachstum begünstigt, ist schon längst bewiesen, aber wenn es mal dazu kommt, wird nur rumgeheult und auf irgendetwas anderes geschoben. (Da brauch man sich dann auch nich beschweren, wenn man selber leidet)

Tiere essen ist kein Muss mehr für Menschen - wir leben schließlich nicht mehr in der Steinzeit und auch nicht im Mittelalter.
Das was heutzutage 'abgeht', ist Geldmacherei durch Tiere, die nur noch als Produkte angesehen werden - Nicht als fühlende Wesen.

Un bitte nicht die leidige Diskussion "Fleischfresser fressen aber Tiere" Ja das ist ihre Natur - das ist NORMAL
nein der Mensch ist kein Fleischfresser - wir essen Fleisch joa, aber unser Körper ist ein Pflanzenfresser (einfach zu beweisen: Unser Darm ist genau so lang, wie bei allen Pflanzenfressern dieser Erde - 7 bis 13mal so lang wie der Oberkörper. Wir haben Pflanzenfresserzähne - wenn du das nicht glaubst, schau dir BITTE mal das Gebiss eines richtigen Fleischfressers an. Unser Speichel produziert Enzyme für Kohlenhydratspaltung - so wie alle andren Pflanzenfresser auch.
Wir malen nach links und rechts beim Kaufen. Fleischfresserkiefer gehen nur nach oben und unten.
Fleischfresser nehmen über den Darm nur die tierischenProteine auf; kein Cholesterin, keine gesättigen Fette und keine gefährlichen FEttsäuren. Daher wirst du auch nie sehen, dass Tiere an verstopften Arterien sterben. Woran sterben nochmal die meisten Menschen? Ach ja an Herzerkrankungen und Schlaganfällen durch verstopfte Arterien. Nanu..
Die Menschen können sich als viel bezeichnen, aber nicht als intelligent. Wir sind NICHT den Tieren übergeordnet. Nur Menschen, die denken, sie sind was besseres denken so.

paarma hat gesagt…

Ich bin jetzt auch seit ein paar Monaten Veganer und komme eigentlich ziemlich gut damit klar. Hätte ich nicht gedacht.
Aber natürlich hab ich viele Diskussionen darüber, wie "man kanns ja auch übertreiben" und "da kann man doch überhaupt nichts mehr essen". Am meisten nerven mich die leute,die Massentierhaltung auch schlecht finden, aber der Meinung sind nur, weil sie Veganer werden, würde sich an der Situation sowieso nichts ändern. Hallo? natürlich kann sich nichts ändern, wenn alle so denken. Aber, wenn alle, die so denken, etwas dagegen tun würden könnte sich schon was ändern.

Aber vor ein paar Tagen habe ich mich mit einem Freund unterhalten und er hat gemeint, er hat bei einem Vortrag von einem Professor gehört, sich in der Entwicklungsphase vegan zu ernähren wäre schlecht, weil das Gehirn tierische Eiweße braucht, um Synapsen ausbilden zu können.
Habt ihr schon mal sowas gehört?
Weil in allem, was ich bisher gelesen habe, wurde das nicht erwähnt.

Anonym hat gesagt…

Mach dir darum mal keine Gedanken. Das ist totaler Unsinn. Tierisches Eiweiß ist sogar sehr schädlich, in keinster Weise gesund!! Aber das was du da gehört hast, ist nunmal die allgemeine Auffassung die durch konsumgetriebene Betriebe verbreitet wurde

Anonym hat gesagt…

Allen Menschen, die sich nichts von Vegetarismus und Veganismus halten, rate ich den Film Food Inc. : Da merkt man nämlich, was für Folgen die Massennahrungsproduktion (also nicht nur Fleisch, aber die meiste Massennahrungsproduktion befindet sich im Fleischsektor) auf die Gesundheit der Menschen hat, und was diese riesigen Nahrungsmittelproduzenten für einen Einfluss auf auf unser Leben haben.
Im USA Parlament sitzen zb. haupsächlich Leute die eigentlich zu Monsanto, der einzigen Fleischfirma und der Pharmaindustrie gehören: ihr Ziel : die gesamte Nahrungsindustrie unter Kontrolle zu haben, sogar die Tomaten die am Balkon gezüchtet werden, ungesunde und billige zu Lebensmittel produzieren, alle menschen von ihnen abhängig zu machen, und wegen den ganzen Diabetes, Cholesterin, etc durchs schlechte, fleischlastige essen auch noch ordentlich viele Medikamente zu verkaufen.

Nicht Vergessen: In der EU wird im März über die neue Saatgutverordnung beschlossen, die so ein System auch in Europa die Tore öffnet. Kleinbauern die ihr altes Saatgut und Raritäten austauschen, oder die Arche Noah in Österreich, können dann ernsthaft bestraft werden und vor Gericht kommen. Global 2000 hat eine Petition http://saatgutpolitik.arche-noah.at/saatgutverordnung/aktiv-werden/unterschreiben

die unterschrieben und weitergeleitet gehört.

Danke, und nicht vergessen, werd vegan: besser für dich, deine Mitmenschen und die Welt von der wir alle leben!