Sonntag, 13. Mai 2012

Muttertagsbackkünste

Habt ihr eurer Mom auch etwas schönes geschenkt? Eine Karte oder einen Kuchen?

Ich habe in der Eile leider vergessen das prächtige Stück zu fotografieren, was ich für meine Mum gebacken habe, deshalb gibt es hier ein Foto, von meiner ersten selbstgebackenen Torte (unter sehr erschwerten Bedingungen, also urteilt nicht zu hart :D):















Ich hatte keine Kuchenform und die Marzipanschicht, die da rauslugt, macht, dass es noch alienmäßiger aussieht.. und Leute: wenn ihr mal aufschlagbare Sojasahne braucht. Nicht die von Natumi! Da steht zwar drauf, die wäre mit Sahnestandmittel ganz super aufschlagbar aber nach dem dritten misslungenemVersuch (obwohl bestens gekühlt) kann ich mit Fug und Recht behaupten dass nicht. Mit Johannisbrotkernmehl wird sie etwas dickflüssiger, im Kühlschrank dann zumindest so fest, dass sie nicht mehr am Rand rausläuft aber mehr auch nicht. mit Guarkernmehl wirds eher glibbrig.. bäh.
Ich hätte echt ein Foto von einem einzelnen Stück machen sollen. Man, sieht das doof aus! :D
Aber obwohl eine mords Kalorienbombe und so süß, dass man beim Hingucken schon fast Karies bekommen hat, war sie echt lecker. *Schulterklopf* Aber ich bin ja noch in der Übungsphase ;)

Bin ich hier eigentlich die einzige die (noch) kein richtiges Händchen für's Backen hat??? Oder postet ihr alle einfach nicht von euren Misserfolgen? Ach manno. x)

Mittwoch, 2. Mai 2012

Neulich auf ner Grillparty

P: "Warum seid ihr eigentlich Veganer?"

Warum die Frage? Kaum jemand fragt mittlerweile mehr einen Vegetarier, warum er Vegetarier ist. 

I: "Aus dem gleichen Grund, warum andere kein Fleisch essen. Ich möchte nicht, dass für meinen Genuss jemand sterben muss."

P: "Ah, dann ist ja gut. Ich wollt nur wissen, ob ihr auch nur irgendwo mitlauft."

I: "Wo sollen wir denn mitlaufen?" oO

P: "Ja ich hab da so en Kumpel, der macht das nur wegen nem Mädchen."

I: "Dann muss der entweder echt arsch verliebt sein, oder-"

D: "-Oder er hat einen langen Pe**s!"

I: "Ja! äh. Was? :D -oder er macht das zwar aus Überzeugung, hat aber keinen Bock sich vor anderen zu rechtfertigen. Wenn er nicht selbst davon überzeugt ist, dann wird er das kaum länger aushalten."

P: "Ja ne, das macht der aber schon echt lange."

I: "Ja dann-"

D: "-Dann hat er nen langen Pe**s!"

strangest conversation ever.

Freitag, 27. April 2012

Buchempfehlung: Barfuß in Manhattan

Klappentext (hinten):

"Wenn wir die Welt ändern wollen, müssen wir uns selbst ändern"
2190 Kaffeebecher, 572 Plastikeinkaufstüten, 17520 Liter Müll und 2184 Fertigwindeln.
All das haben Colin Beavan und seine Frau Michelle während ihres Selbstversuchs eingespart: Ein Jahr lebnten sie konsequent klimaneutral. Ohne übertriebenen Missionierungseifer zeigt Beavan einen Weg, diese Welt ein wenig besser zu machen. Was er dabei erlebt, ist "unwiderstehlich und extrem komisch" (Los Angeles Times).

(Umschlag:)
Eigentlich sind die Beavans eine ganz normale New Yorker Familie. Man fährt mit dem Taxi oder der U-Bahn ins Büro, isst zum Dinner ein Take away vom Asiaten aus dem Pappbecher und fliegt an Weihnachten zu den Schwiegereltern nach Florida -- bis Colin und seine Frau Michelle sich zu einem Selbstversuch entschließen, der ihr Leben grundlegend verändert: keine Papierservietten, keine Haushaltsgeräte, keine Transportmittel außer dem Fahrrad (Michelle tauscht ihre Pradas gegen Converse), kein Fahrstuhl (in der Hauptstadt der Sky scraper!), keine Nahrungsmittel, die mehr als 400 Kilometer zurückgelegt haben, um in den Bio-Laden um die Ecke zu gelangen. Schließlich verzichten sie sogar auf Stromverbrauch zu Hause. Fernseher, Kühlschrank, selbst der Radiowecker werden abgeschafft. Müll soll möglichst gar keiner verursacht werden – und wenn, wird er auf dem Wohnungskompost entsorgt. Ohne übertriebenen Missionierungseifer, sondern mit Witz und auch Nachsicht bezüglich immer wieder auftretender Rückschläge zeigt Beavan einen Weg, diese Welt ein wenig besser zu machen und dass ein bewusster Umgang mit unserem Konsumverhalten und Energieverbrauch nicht den Verlust, sondern eine Steigerung der Lebensqualität bedeutet. „Der Beweis, dass sich Ökologie und Unterhaltung nicht ausschließen.“ Variety


Ich persönlich fand das Buch wirklich großartig!
Zuerst war ich skeptisch, weil es ja in New York "spielt", und die Ausgangs-Lebensweise der beiden mir persönlich äußerst fremd war, vor allem in Ernährungshinsichten und Fortbewegung und weil es sich für mich auf dem Buchrücken nach ner Art Commedy anhörte... "unwiderstehlich und extrem komisch". Naja, das sind nicht unbedingt die ersten Worte, mit denen ich dieses Buch beschreiben würde. Eher "großartig, inspirierend, trifft den Geist der Zeit, blabla.." Zum Wesentlichen: die Radikalität, mit der Colin Beavan sein Leben umkrempelte ist wirklich bewundernswert. Das Projekt "No-Impact-Man" ist in 6 Phasen unterteilt:

-Müllvermeidung
-CO2-freie Fortbewegung
-lange transportwege für Lebensmittel vermeiden, 400 km Grenze
-nichts Neues kaufen
-zuletzt schalten sie den Strom in ihrer Wohnung aus und benutzen nur für die notwendigsten Dinge ein geliehenes, tragbares Solarstromgerät
-um die Schäden, die sie nicht vermeiden können, gegen Gutes aufzuwiegen, sammeln sie Müll, helfen unterschiedlichen Umweltschutzgruppen bei Aktionen.

Beavan bietet in vielerlei Hinsicht Inspiration, wie wir unsere Lebensqualität erhöhen und gleichzeitig Gutes für die Umwelt tun können. Es ist nicht nur Anleitung oder Erfahrungsbericht, sondern liefert auch zu verschiedenen Themen die nötigen Background-Informationen, und auch "philosophische" Betrachtungsweisen, wie wir mit unseren Ressourcen umgehen und zu der allgemeinen Frage "wie wollen wir leben?" und holt uns da ab, wo wir stehen: bei der Frage, ob wir denn etwas ausrichten können. Und er hat die einzig richtige Antwort darauf. Es geht nicht darum, ob wir etwas ausrichten könnnen, sondern darum, ob wir diejenigen sein wollen, die es versuchen. Ein wirklich schönes, inspirierendes, ehrliches Buch, das für mich Nummer Eins in meinem Bücherregal geworden ist.

Zum Abschluss noch den link zu seinem Blog und meine drei Lieblingszitate =)


Eröffnungszitat des Buches:
Unsere Weisen lehrten: Ein Mann sollte keine Steine von seinem Grund auf öffentlichen Grund tragen.
Ein gewisser Mann trug Steine von seinem Grund auf öffentlichen Grund. Da kam ein frommer Mann zu ihm und sagte zu ihm: "Dummkopf. Warum trägst du Steine von einem Grund der nicht dir gehört auf einen Grund, der dir gehört?" Der Mann lachte ihn aus. Einige Tage später musste der Mann sein Feld verkaufen, und als er auf den öffentlichen Grund ging, stolperte er über die Steine. Da sagte er: "Wie Recht dieser fromme Mann doch hatte, als er zu mir sagte: >Warum trägst du Steine von einem Grund der nicht dir gehört auf einen Grund der dir gehört?< " [Talmud Bawli, Masekheth Bawa Kama 50b]

"Wir sprachen darüber, dass jeder Mensch, ganz gleich in welcher Lebenssituation er sich befindet, unablässig Wünsche hat und dass dieses Habenwollen eine Art Perpetuum Mobile in unserem Kopf ist.
Nachdem mir diese Tatsache bewusst geworden war, erkannte ich, dass das Habenwollen nicht aufhört, wenn man das Gewünschte bekommt. Es wendet sich einfach dem nächsten Objekt zu. In gewisser Hinsicht ist es falsch zu sagen "ich will dies" oder "ich will das". Richtiger wäre schlicht: "ich will." [Colin Beavan]

"Wahre Effizienz:
Die zweite Frau des berühmten Melancholikers Kurt Vonnegut sagte einmal zu ihm, er bräuchte nicht jeden Tag beim Postamt anzustehen, wenn er sich ein Fax anschaffen würde. Doch Vonnegut blieb stur. Er schrieb, soweit ich mich ersinne: "Der Sinn des Lebens besteht darin, die Zeit zu verdaddeln, und lass dir von niemandem etwas anderes einreden." [Colin Beavan]

Donnerstag, 26. April 2012

Rohkosttorte (Geschenkidee für Muttertag?) =)

Ich bin ja in letzter Zeit ein wenig schreibfaul gewesen, aber ich gelobe Besserung. =)

Habe letztens diese wunderschönen Herzchen-Springformen von Tchibo mit einem genialen Mohn-Rohkost-Kuchen getestet (oder andersrum..) und es war großartig!
Das Rezept für den Kuchen habe ich hier gefunden; die Marzipanröschen sind feinste Handarbeit ;)

Das geniale an Rohkosttorten ist (wie es der Name schon sagt), dass man dafür keinen Backofen braucht, was echt klasse ist, wenn man keinen besitzt und man mit nichts als einem Pürierstab, Schüssel und Springform bestens vorbereitet ist. Abgesehen davon würde ich mal behaupten ist mindestens mal dieses Rezept eindeutig idiotensicher. ;)

Ich musste das einfach posten, weil die Törtchen so schön geworden sind. =))
Ist bestimmt auch ne schöne Geschenkidee.

Habt noch einen schönen Tag ♥



Dienstag, 3. April 2012

Neuorientierung

Ich habe die letzten Wochen, die ich so gut wie nicht online war genutzt und für mich herausgefunden, was ich wirklich will.

Ich will:
nicht mehr studieren.
möglichst nah bei Freunden und Familie sein.
einen Beruf, mit dem ich auch international arbeiten kann,
in dem es Spielraum für Kreativität gibt.
ich will nicht das große Geld machen, sondern mit dem glücklich sein, was ich habe.
ich möchte mit Lebensmitteln arbeiten, aber nicht mit Tierleichen.
ich möchte tolle vegane Süßigkeiten/Süßspeisen/Kuchen essen können und nicht jedesmal an der Sahne, Geschmack oder Konsistenz verzweifeln, weil ich einfach keine Ahnung davon habe.
Ich will nie wieder hören "ach, aber du isst ja eh keinen Kuchen."
Ich will Geburtstagskuchen. An meinem Geburtstag und an allen anderen Tagen auch, wo man Kuchen isst. Ich will, dass mein Essen für jeden gut genug ist und nicht nur zwar vegan aber dann doch nicht so lecker, wie die anderen unveganen Sachen. 
Ich will Patissiér werden. 

Es gibt leider keine direkte Ausbildung zum Patissiér (soweit ich weiß), das heißt, man muss vorher Koch oder Konditor gelernt haben.
Die letzten zwei Wochen habe ich ein Praktikum in einer Konditorei in Köln gemacht und das hat mir wirklich Spaß gemacht und mich darin bestätigt, dass ich auf dem richtigen Weg bin.
Allerdings ist es in der Konditorei eben so, dass man fast jeden Tag das gleiche (altbackene) Zeug macht und gerade dieser Betrieb in dem ich war genau das nicht macht, was ich gerne (für eine Konditorausbildung zuersteinmal) hätte: Pralinen, Petits Fours, Muffins/Cupcakes, Cookies, süße Desserts wie Cremespeisen oder Mousse, Eis und Schokolade. Stattdessen Sahne- und Buttercremetorten en masse und Dauergebäck. Diese langweiligen Standartdinger eben, die man auch in jeder Tiefkühltruhe im Supermarkt findet.
Das heißt für mich jetzt ersteinmal auf große Suche, nach der richtigen Lehrstelle gehen.

Falls jemand von euch einen heißen Tipp im Umkreis Köln hat, bitte bitte bescheid sagen ;)
Habt einen schönen Tag =)

Freitag, 2. März 2012

Stellung beziehen - challenge gescheitert?

Nach all dem, was die letzten Tage so auf facebook abging muss ich nach Tag 10 meiner selbst ausgerufenen Hildmann heart Moschinski Challenge einmal klar Stellung beziehen.

Ich bin immer noch der Meinung, dass dieses aufeinander rumhacken nichts bringt. Niemand muss sich immer lieb haben oder der gleichen Meinung sein aber wir müssen uns auch nicht gegenseitig das Leben schwer machen, sondern sollten Toleranz walten lassen, nebeneinander arbeiten, sich mehr oder weniger ergänzen. Live and let die. Genau das Gegenteil dieser Überzeugung hat Attila Hildmann in den letzten Tagen aber mehr als deutlich vertreten.

Ein Verhalten, wie es sich A.H. derzeit Björn Moschinski und Kim Wonderland gegenüber leistet kann ich nicht nachvollziehen, da es dafür auch überhaupt keinen Anlass gab. Der Sieg des VeBu-Votings muss dem Guten einfach zu Kopf gestiegen sein. Nach seiner Dankesrede musste ich wirklich lachen. "Für mich ist das nicht nur ein Preis für das beste vegane Kochbuh, sondern auch ein Preis dafür, wie man mit Menschen umgeht." Lieber Attila. Den Preis würdest du ganz bestimmt nicht gewinnen. Wirklich nicht.
Ich habe wirklich versucht, objektiv an die Sache ranzugehen. Schließlich soll man nicht über einen Menschen urteilen, bevor man nicht in seinen Schuhen seinen Weg gegangen ist. Bestimmt hat es Attila Hildmann nicht immer ganz leicht, aber es heißt auch "gib einem Menschen Macht, und du erkennst seinen wahren Charakter." Und wie er sich aufspielt, seitdem er diesen dummen VeBu-Preis gewonnen hat... Wie auch immer. Auch wenn A. Hildmann im Fernsehen bisher einen passablen bis guten Eindruck macht und auch, wenn er wohl ganz gute Rezepte zustande bringt gilt auch für mich: Ich brauche nicht alle Menschen gern haben. Und wer sich so respektlos seinen Mitmenschen gegenüber gebahrt, den muss ich garantiert nicht mögen.

Also möchte ich mich hiermit ganz offiziell von ihm verabschieden. Ich habe ihn aus meiner facebook friendlist gelöscht, weil ich mich wirklich nur noch ärgere, wenn ich etwas von ihm lese, ich werde seine TV-Auftritte nicht mehr verfolgen, auch in Zukunft keine Bücher von ihm kaufen, nichts mehr über ihn bloggen. Einem Menschen mit so schlechten Manieren sollte man nicht noch mehr Plattform bieten.

Stattdessen werde ich wie gehabt Björn Moschinski und Kim Wonderland soweit es geht unterstützen und mich auf positiven und konstruktiven Austausch mit meinen veganen Mitmenschen beschränken.

In diesem Sinne: Habt einen schönen Tag ;)